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Roma Ministry

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Wie alles begann

Wie alles begann

Vor einigen Jahren befreundeten wir uns in Deutschland mit Roma bzw. Sinti an, die uns durch ihre unbekümmerte Art zu evangelisieren, eine Ermutigung und Herausforderung zugleich im Glauben waren. Wir, das sind Astrid und Reinhold Harms mit unseren Kindern Rahel (geb. 1995), Hannah Rebecca (97), Kaleb Joel (99) und Debora (02).

Ich, Astrid, bin vom Beruf Krankenschwester und habe diesen Dienst über viele Jahre mit Freude ausgeübt. In einem christlichen Elternhaus aufgewachsen, vollzog ich doch erst mit 25 Jahren eine bewusste Entscheidung für ein Leben mit Jesus Christus. War dann Hauskreisleiterin, Mitarbeiterin im Kindergottesdienst, im Leitungskreis, im Lobpreisteam.

Ich, Reinhold, bin von meiner Ausbildung Maschinenbauschlosser und Dr. Ingenieur des Maschinenbaus. Lange Jahre war ich nicht interessiert am christlichen Glauben. Erst mit 30 Jahren hörte ich von der befreienden Botschaft vom Kreuz, was mein Leben sehr nachhaltig veränderte. Nach Abschluß der Promotion an der RWTH Aachen erfuhr ich die persönliche Berufung für den vollzeitlichen Dienst. Ich war zunächst fast 3,5 Jahre als Mitarbeiter in der heutigen Vineyard Aachen, damals Philippus Gemeinschaft tätig. Anschließend besuchten wir als Familie eine zweijährige Missions-Bibelschule. Im Laufe der Bibelschulzeit von 1996 bis 1998 wurde nach beständigem Gebet für Bosnien-Herzegowina immer deutlicher, daß dies unsere nächste Station werden könnte. Im Sommer 1997 und Frühling 1998 besuchten wir Bosnien-Herzegowina und wurden dann zum August 1998 von der Vineyard Aachen, nach Sarajevo ausgesandt. Daneben fanden wir für unseren Dienst Unterstützung durch die christlich humanitäre Organisation Global Operations and Development, USA.

Zunächst war es für uns eine Zeit des Einlebens und Eingewöhnens in Sprache, Kultur und Lebensweise des Landes. Wir halfen in einer kleinen missionarischen Arbeit mit und bekamen dann schnell Kontakt zu den Roma. Anfänglich waren es einzelne Besuche und das Verteilen von Lebensmittelpaketen, Kleidern, Spielsachen und anderen Sachen. Ein Jahr später konzentrierten wir unsere ganze Arbeit auf die Roma. Zu diesem Zeitpunkt war es dringend notwendig, den Zustand einiger Häuser, in denen Roma wohnten, zu verbessern. Die Häuser hatten oftmals kein Dach. Gleichzeitig begannen wir mit einem Kinderprogramm und schon bald mit einem Hauskreis für Erwachsene. Das Kinderprogramm findet auch heute noch statt, der Hauskreis hat sich verändert. Im darauf folgenden Jahr veranstalteten wir unser erstes Roma-Jugend-Camp mit 7 Jugendlichen und 3 Mitarbeitern. Das war sehr vielversprechend und das Camp findet auch heute noch mit wachsender Teilnehmerzahl statt. Aus dieser Gruppe ist ein neuer Hauskreis entstanden, der jetzt wesentlicher Bestandteil der Arbeit ist.

Inzwischen ist unser Schwerpunkt der Arbeit der Aufbau einer Gemeinde von Roma für Roma.

Sarajevo Herbst 2006